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Faktencheck mit lichtempfindlicher Kultur

Verkehrsgünstiger gelegen als die Münsteraner Gärtnerei Heynck kann ein Betrieb eigentlich gar nicht sein: zur Auffahrt auf die A1 sind es nur wenige hundert Meter. Aber auch wenn es so aussieht, als wäre die Bundesstraße, die am Zaun des Betriebsgeländes entlang führt, schon immer da gewesen, kann sich Seniorchef Alois Heynck noch gut an die Zeiten erinnern, als der Blick zum nächsten Nachbarn noch frei war – und der nächste Nachbar ein paar Kilometer entfernt wohnte.

Ähnlich wie sich die Stadt allmählich auch noch die letzten freien Winkel im Großraum Münster erobert, hat sich auch das Geschäftsmodell von Familie Heynck im Laufe der Jahre gewandelt. Wurde in den Anfangsjahren der Gärtnerei noch ein Marktstand betrieben und eine Vielzahl von Blumenläden im Münsterland direkt mit Schnittblumen und Topfpflanzen beliefert, werden schon länger keine Schnittblumen produziert und wird heutzutage nahezu die gesamte Topfpflanzenproduktion über den Großhandel abgesetzt.

Zumindest ein Ding konnte sich allerdings aus der Zeit der Direktvermarktung in die Gegenwart retten: Um seinerzeit das Sortiment rund zu bekommen, wurden auch Erzeugnisse von Kollegen vor Ort mit-vermarktet. Darunter befanden sich auch Usambaraveilchen und da diese immer populärer wurden, dachte sich Alois Heynck, dass er die doch genauso gut selbst produzieren könnte. Und so kam es, wie es kommen musste:

Da die Kultur von Saintpaulia ionantha in unseren Breiten ohne Schattierung zumindest in den Sommermonaten so gut wie unmöglich ist, entwickelte sich Heynck im Laufe der letzten 40 Jahre zwangsläufig zu einem der Schattiertechnikpioniere Deutschlands. Die seinerzeit von ihm selbst entwickelte Technik hat bis heute ihre Spuren in den Gewächshäusern hinterlassen; vom Knowhow Alois Heyncks profitieren auch heutzutage noch Gremien und Fachausschüsse.

Ähnlich wie die chronologisch über Jahrzehnte hinweg erfolgte Nummerierung der Gewächshäuser nicht immer ganz den räumlichen Gegebenheiten vor Ort folgt, so ist auch die installierte Schirmtechnik ein Sammelsurium aus mehreren Epochen deutschen Gewächshausbaus. Und so ist es für seine beiden Söhne Daniel und Dominik Heynck dann auch ein leichtes, nach dem Austausch von Schirmgeweben jeweils direkt überprüfen zu können, ob die Versprechen der Fabrikanten und Installateure auch dem Realitätscheck standhalten.

Auch wenn die beiden Betriebsnachfolger zuerst Bedenken hatten, ob das sehr leicht und weich wirkende Harmony-Schattiergewebe den Beanspruchungen des gärtnerischen Alltag gewachsen sein würde, so wagten sie dennoch im Jahr 2016 den Schritt von Textil nach Polyester und tauschten in einem 3000 m2 großen Gewächshaus die beiden mit je 60 % Nennschattierwert installierten Schirme gegen einen Harmonyschattierschirm mit 20 % Schattierwert und einen mit 40 % Schattierwert aus.

Dass letztes Jahr auf noch einmal 2000 m2 derselbe Schirmtyp installiert wurde und dieses Jahr noch einmal 1500 m2 dazu kommen, sagt eigentlich bereits alles. Daniel und Dominik Heynck hätten sich mit Sicherheit anders entschieden, hätten die Harmonyschirme die beiden nicht überzeugt. Begeistert sind sie vor allem von dem vielen Licht, dass dazu führt, dass die Usambaraveilchen bis zu zwei Wochen schneller kultiviert werden können und dabei einen insgesamt vitaleren Eindruck hinterlassen; wohlbemerkt ohne dass es irgendwo in den Beständen zu Verbrennungen an den Pflanzen kommt.

Vor allem direkt nach dem Austausch der Tücher sei der Unterschied so groß gewesen, dass es auch bei geschlossenen Schirmen den Anschein hatte, als wären die Schirme noch offen. Kultiviert werden die Usambaraveilchen bei 25 – 30 Kilolux. Übersteigt die Einstrahlung diese Werte, schließt sich erst der Schirm mit 20 % Schattierwirkung und wenn dann auch noch der Schirm mit den 40 % Schattierwirkung zugeht, sind die Usambaraveilchen unter allen Umständen auf der sicheren Seite, wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben. Kurzzeitig hatten die beiden Brüder auch die Installation von zwei Schirmen mit je 20 % diskutiert, fühlen sich jedoch im Nachhinein bestätigt, dass das in der Summe angesichts der doch sehr sensiblen Hauptkultur vielleicht ein bisschen zu ehrgeizig gewesen wäre.

Neben dem Schattierwert erwies sich auch der ausgewiesene Energiesparwert des Schirmgewebes als zutreffend. Und auch, was die Haltbarkeit des Schirmgewebes angeht, gab es bisher nichts zu bemängeln. Auf die Frage, warum sie denn dann noch nicht mehr oder am besten gleich alle Flächen mit Harmony ausgestattet haben, lautet die Antwort, dass sie gerne die Schirme in allen Gewächshäusern austauschen würden, aber natürlich auch immer ein Preiskärtchen an solchen Maßnahmen hängt - und sie eben auch keine Investmentfirma sind, sondern ein Familienbetrieb.

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