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Plant Empowerment: eine stressfreie Zukunft für alle Pflanzen

Plant Empowerment ist gleichbedeutend mit Next Generation Growing, einem neuartigen Anbauverfahren, mit dem unter anderem darauf abgezielt wird, Stressfaktoren zu minimieren. Durch die Verwendung von Klimaschirmen kann der Stress, dem Pflanzen ausgesetzt wird, erheblich verringert werden. Dadurch ergibt sich eine gesteigerte Effizienz. Deshalb hat Svensson sich entschlossen, ein Buch und eine Plattform zu diesem Themenkreis zu unterstützen.

Beim Plant Empowerment – das auch als Growing by Plant Empowerment (GPE) bekannt ist – geht es im Kern darum, Gleichgewichte zu wahren. Wenn in einem Gewächshaus die richtigen Bedingungen herrschen, ist gewährleistet, dass die Pflanzen keinen Zwängen - d. h. keinem Stress - ausgesetzt sind. Indem die verschiedenen Gleichgewichte im Umfeld der Pflanzen laufend überwacht und ggf. entsprechende Anpassungen getroffen werden, kann dafür gesorgt werden, dass die Pflanzen stressfrei gedeihen und Licht, Wasser, Nährstoffe und CO2 effizient nutzen. In dem Buch „Plant Empowerment – the basic principles“ (Plant Empowerment - die grundlegenden Prinzipien) von Peter Geelen, Jan Voogt und Peter van Weel, die auch bei der Erstellung des ersten HNT-Handbuchs („Het Nieuwe Telen“) mitgewirkt haben, wird dieses Konzept detailliert erörtert. Das Buch ist von großem Interesse für alle Arten des gedeckten Anbaus und ist in verständlicher Sprache verfasst, mit zahlreichen Abbildungen und praktischen Beispielen. „Eine Pflichtlektüre für Erzeuger und Anbauberater in aller Welt“, befindet Ton Habraken, Gewächshausklimaberater bei Svensson.

„Dank der hohen Qualität des diffusen Lichts können die Pflanzen mehr Licht aufnehmen. Das führt zu einer wesentlichen Steigerung der Effizienz bei der Fotosynthese und letztlich zu einem höheren Ertrag.“

Pflanzen- und Gewächshausgleichgewichte

Plant Empowerment beruht auf der Einsicht, dass eine Pflanze sowohl ein lebender physiologischer Organismus als auch ein Objekt, das den Gesetzen der Physik unterliegt, ist. Für das Pflanzenwachstum und die Pflanzengesundheit sind sechs Gleichgewichte maßgeblich: drei Pflanzengleichgewichte (Wasser, Energie und Assimilate) und drei Gewächshausgleichgewichte (Feuchtigkeit, Energie und CO2). Dreh- und Angelpunkt beim GPE ist die Überwachung dieser Gleichgewichte sowie die Durchführung der erforderlichen Anpassungen. Dabei spielen Klimaschirme eine immer wichtigere Rolle. „Damit kann man beispielsweise ganz erheblich auf das Energiegleichgewicht und auf das Feuchtigkeitsgleichgewicht im Gewächshaus einwirken. Wenn man den absoluten Feuchtigkeitsgehalt im Anbaubereich sowie oberhalb des Schirms und außerhalb kennt, weiß man, wo man ansetzen muss, um die Feuchtigkeit zu verringern, und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um die Feuchtigkeit im Gewächshaus wunschgemäß zu regeln.“ erläutert Ton Habraken.

Der Klimaschirm als Werkzeug zur Klimaregelung

Während die Klimaschirme anfänglich vor allem als Mittel zur Verringerung der Energiekosten genutzt wurden, werden sie mittlerweile zunehmend als Werkzeug zur Verbesserung des Pflanzenwachstums eingesetzt. „Mit einem Klimaschirm kann man direkt auf die drei Pflanzengleichgewichte - Assimilate, Energie und Wasser - einwirken. So kommt beispielweise der Verringerung des Strahlungsdurchsatzes eine sehr wichtige Rolle für das Energiegleichgewicht der Pflanze zu. Zudem halten Schirme Windeinflüsse ab und tragen auf diese Weise zu homogenen klimatischen Bedingungen im Gewächshaus bei. Das hat sich in der Praxis bestätigt. Während man beim Paprikaanbau vor zehn Jahren 1 800 Stunden pro Jahr Schirme einsetzte, werden die heutigen Schirme 3 000 bis 3 500 Stunden pro Jahr eingesetzt und sind Teil eines kombinierten Systems, beispielsweise aus Energieschirm und Schattierungsschirm. Dieser Ansatz wirkt sich keineswegs negativ auf die Produktion aus, sondern trägt zu Ertragssteigerungen bei!“

 

Effizienz bei der Fotosynthese

„Schirme zur Klimaharmonisierung werden auch in der Blumenerzeugung immer üblicher.“ führt Habraken weiter aus. „Die ausgezeichnete Lichtdiffusion bei unseren Harmonisierungsschirmen wirkt sich unmittelbar auf das Assimilategleichgewicht aus. Dank der hohen Qualität des diffusen Lichts können die Pflanzen mehr Licht aufnehmen. Das führt zu einer wesentlichen Steigerung der Effizienz bei der Fotosynthese und letztlich zu einem höheren Ertrag. Das gilt nicht nur bei Schnittblumen aller Art, sondern auch bei Topfpflanzen, wenn von einem Aluminiumschirm (Solaro oder Tempa) auf einen Harmonisierungsschirm umgestellt wird. Auf diese Weise können 10 % bis 20 % mehr Licht eingelassen werden, ohne dass es zu Schädigungen oder langsamerem Wachstum kommt. Das Ergebnis ist schlichtweg ein schnellerer und einfacherer Anbau mit höherer Qualität und höherem Ertrag. Im Hinblick auf diffuses Licht und das Assimilategleichgewicht gilt: Sobald man alle Faktoren passend eingerichtet hat, kann man den Anbau wirksamer steuern. Und das zahlt sich aus!“

 

Vorteile in Folientunneln

„In Sachen Pflanzengleichgewichte lassen sich auch in Folientunneln zahlreiche klimabezogene und sonstige Vorteile erzielen.“ legt Ton ferner dar. „Es wird oftmals angeführt, dass Foliengewächshäuser für wärmere Klimazonen konzipiert sind, sodass es darin ohnehin genügend Licht gibt. Es kann jedoch auch vorkommen, dass zu viel Licht hereinkommt, ohne dass sich der Erzeuger dessen bewusst ist. Erforderliche Maßnahmen werden nicht getroffen und der Informationsstand der Erzeuger ist unzureichend. Bei vielen Folientunneln kommt es nachts zu Feuchtigkeitsproblemen.  PE-Folie, die am häufigsten zum Eindecken von Folientunneln verwendet wird, ist für langwellige Wärmeemissionen durchlässig. Somit kommt es zu einer erheblichen Wärmeemission und die Pflanzen kühlen erheblich aus, sodass die Gefahr der Kondenswasserbildung an der Spitze der Pflanzen besteht. Hier kann für Abhilfe gesorgt werden, indem man einen Klimaschirm einbaut und durch (vertikale) Lüfter für ein aktives Klima sorgt. Anders gesagt: Der Ansatz Growing by Plant Empowerment (GPE) ist auch für Erzeuger mit Foliengewächshäusern von höchster Relevanz.“

 

Theoretische Grundlage

„Weltweit bestehen Defizite bei den Wissengrundlagen für die Erzeugung. In den Niederlanden wird – bezogen auf die Anzahl der Erzeugerbetriebe – schon bald eine Unterversorgung mit Anbauberatern bestehen, und in Spanien gibt es dasselbe Problem. Mit dem Plant-Empowerment-Ansatz verfügen wir nun über eine neue theoretische Grundlage für alle Bereiche der gedeckten Erzeugung. Das ist sowohl für Investoren als auch für große Gartenbaubetriebe von ganz erheblicher Bedeutung. Zugleich gibt es immer bessere Möglichkeiten für die Überwachung und das Management von Gewächshäusern, auch per Fernzugriff. Sensoren werden immer üblicher – und kostengünstiger. Derzeit wird intensiv an der Modellierung von Pflanzen gearbeitet, womit sich neue Chancen eröffnen. Trotzdem müssen die Erzeuger selbst immer aufmerksam bleiben, um die Vielfalt der Aspekte zu überwachen.“ stellt Ton abschließend fest.

„Derzeit wird intensiv an der Modellierung von Pflanzen gearbeitet, womit sich neue Chancen eröffnen.“

 

Zusammenarbeit

Growing by Plant Empowerment wird von Hoogendoorn, LetsGrow.com, HortiLux, Koppert Biological Systems, Cultilene und Svensson unterstützt. Es handelt sich um ein Joint Venture, dass die genannten Partner eingerichtet haben, um den aktiven Austausch von Wissen in Sachen Plant Empowerment zu fördern. Die Schwerpunkte beim Plant Empowerment sind nämlich das Pflanzengleichgewicht und die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen. Somit bildet es die Grundlage für mehr Nachhaltigkeit bei der gedeckten Erzeugung in aller Welt. Die letztlich angestrebten Ziele sind: bessere Erzeugung und höhere Qualität, effizientere Nutzung von Wasser, Energie und Dünger sowie natürlich eine verbesserte Pflanzengesundheit, sodass der Einsatz von Pestiziden noch weiter verringert werden kann. Die genannten Partner stellen Produkte und Dienstleistungen bereit, die auf einen ganzheitlichen Ansatz beim Plant Empowerment ausgerichtet sind.

Möchten Sie weitere Informationen oder möchten Sie ein englischsprachiges Exemplar des Buchs bestellen?

Besuchen Sie: www.plantempowerment.com. In Zukunft werden dort auch detailliertere Inhalte in mehreren Sprachen eingestellt. Eine Online-Lern-Umgebung ist noch nicht verfügbar, wird aber derzeit ausgearbeitet.

 

“Möchten Sie mehr über die beste Klimalösung für Ihre Pflanzen erfahren?“

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