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Im Rampenlicht: Die Zuidplas

  • Gärtner:
    Kwekerij De Zuidplas
  • Ort:
    Moerkapelle, die Niederlande
  • Kultur:
    Gerbera
  • Herausforderung:
    Energieeinsparung & optimale Lichtverteilung
  • Lösung:
    Luxous 1147 FR – Harmony 1315 O FR, Obscura 10070 WB/BW

Oktober 2025

Die Gerbera-Gärtnerei De Zuidplas widmete der Erweiterung viel Aufmerksamkeit an den Schirmen. In Absprache mit Svensson, Anbieter von Klima- und Schirmlösungen, entschied sich die Direktion für eine Kombination aus drei Klimaschirmen, die viel Energie sparen, maximale Flexibilität bieten und für ein optimales Gewächshausklima sorgen.

Viel Betrieb auf dem Hof

Auf dem Betriebsgelände von De Zuidplas in Moerkapelle herrscht reger Betrieb: Zahlreiche Handwerkerfahrzeuge stehen auf dem Hof. Derzeit wird intensiv am Bau von zwei Ladedocks sowie an einer neuen Verarbeitungslinie für Gerbera gearbeitet.

In Woche 48 soll alles betriebsbereit sein, berichtet Leen Weerheim, Mitinhaber der Gärtnerei De Zuidplas, der gemeinsam mit seinem Bruder Juriaan und Rik Paul die Geschäftsführung bildet.

Schritt nach vorn in Sachen Effizienz

Ab Woche 48 transportieren fahrerlose Fahrzeuge die Erntewagen mit großblumigen Gerbera aus dem Gewächshaus. Roboter entleeren die Wagen und schneiden die Stielenden ab. Anschließend werden die Blumen in einen Pufferbereich gebracht, aus dem die Aufträge zusammengestellt werden können.

„Das ist ein deutlicher Schritt nach vorn in Sachen Effizienz“, erklärt Weerheim. „Wir freuen uns sehr darauf.“

Bislang laufen Mitarbeitende mit den Pflücklisten zum Teil zwei- oder dreimal täglich dieselben Wege ab. Künftig können sie Gang für Gang in einem Durchgang ernten, danach gehen die Blumen direkt in den Puffer.

Während der Bau der Ladedocks und der Verarbeitungslinie noch in vollem Gange ist, sind die ersten 2,2 Hektar des neuen Gewächshauses bereits in Produktion. Das Gewächshaus liegt hinter dem Betrieb des Nachbarn, überschneidet sich jedoch über eine Länge von 20 Metern mit dem Gewächshaus von De Zuidplas. Dort wurde ein Durchgang geschaffen, sodass der gesamte Transport intern erfolgen kann.

Wachsende Nachfrage

Die Geschäftsführung von De Zuidplas entschied sich für eine Erweiterung, weil die Nachfrage nach großblumigen Gerbera wächst, während die Anbaufläche insgesamt zurückgeht.
„Immer öfter hatten wir nicht genügend Blumen“, berichtet Weerheim. „Mit diesen neuen Einrichtungen sichern wir unsere Position an der Spitze des Gerberamarktes. Wir wollen die Lücke schließen, die durch den Flächenrückgang entsteht.“

Über einen Zeitraum von zwei Jahren prüfte die Geschäftsführung verschiedene Wachstumsmöglichkeiten, bis sich die Gelegenheit bot, das Grundstück des Nachbarbetriebs zu erwerben. Das Grundstück war unbebaut, verfügte jedoch bereits über eine Gartenbaurechtswidmung. Im Oktober des vergangenen Jahres wurde der Kauf abgeschlossen, anschließend begann umgehend der Bau des ersten Teils des neuen Gewächshauses.

Mitte September wurden die Pfähle für den zweiten Bauabschnitt von 2,5 Hektar gesetzt. „Dort wollen wir im kommenden Jahr in Woche 20 pflanzen“, so Weerheim. Durch die Erweiterung wächst die gesamte Produktionsfläche auf 10,5 Hektar.

An derselben Straße betreibt De Zuidplas noch einen weiteren Produktionsstandort. Die Geschäftsführung betrachtet den Hauptstandort und das neue Gewächshaus als eine zusammenhängende Einheit: Alles ist miteinander verbunden – auch die Energieversorgung – und der gesamte Transport erfolgt intern.

Noch nicht vollständig elektrisch

Das bestehende Gewächshaus war technisch bereits gut ausgestattet, unter anderem mit LED‑Beleuchtung und Entfeuchtung durch DryGairs, da Gerbera empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren.
„Bei Full‑LED‑Beleuchtung ist Entfeuchtung enorm wichtig“, betont Paul.

Im neuen Gewächshaus wollen die Unternehmer noch einen Schritt weiter gehen. Eine vollständig elektrische Bewirtschaftung ist derzeit jedoch noch nicht möglich.
„Technisch gesehen ist ein vollständig elektrischer Anbau machbar“, sagt Paul. „Aber die Netzkapazitäten …“, ergänzt Weerheim. „Es kann noch gut zehn Jahre dauern, bevor wir hier ausreichend Strom zur Verfügung haben.“
Daher sorgt vorerst ein Blockheizkraftwerk (BHKW) für die Stromversorgung der Beleuchtung.

Drei Klimaschirme

Schirme sind ein wesentlicher Bestandteil eines stabilen und optimalen Gewächshausklimas. Deshalb widmete die Geschäftsführung von De Zuidplas diesem Thema große Aufmerksamkeit – in enger Abstimmung mit Svensson. Nach mehreren Gesprächen fiel die Entscheidung für eine Kombination aus drei übereinanderliegenden Schirmsystemen.

Auf der obersten Drahtlage befindet sich der Verdunkelungsschirm Obscura 10070 FR WB + BW in Kombination mit dem Klimaschirm Harmony 1315 O FR. Dieser Klimaschirm erhöht den Anteil an diffusem Licht und sorgt für ein weiches Licht, das größere Teile des Pflanzenbestands erreicht.

Um die Einstrahlung weiter zu regulieren und zusätzliche Energie zu sparen, hängt unter den beiden oberen Schirmen der transparente Energieschirm Luxous 1147 FR.
„Wir arbeiten jetzt mit zwei Energieschirmen übereinander“, erklärt Paul. „Im Winter können wir tagsüber maximale Energieeinsparungen erzielen, während Luxous lediglich 11 % des Sonnenlichts zurückhält. Wir haben uns für Luxous entschieden, weil er besonders viel Licht durchlässt.“

Maximale Flexibilität

Alle Schirmtücher können sich den ganzen Tag über flexibel öffnen und schließen, so oft es für ein optimales Gewächshausklima erforderlich ist.

Dank der zahlreichen Möglichkeiten, die das dreischichtige Schirmsystem bietet, entschied sich die Geschäftsführung bewusst gegen diffuses Glas.
„Diffuses Glas birgt ein höheres Verschmutzungsrisiko und kostet im Winter Licht“, erläutert Weerheim. „Wir haben jetzt ein sehr helles Gewächshaus mit Klarglas. Mit diesen Schirmen können wir das Licht kontinuierlich und präzise steuern.“

Der Verzicht auf diffuses Glas brachte zudem eine Kostenersparnis. Außerdem gehört Kreiden der Vergangenheit an.
„Kreiden kostet Geld und Energie, während man nie genau weiß, ob es wirklich nötig ist – das Wetter ist einfach zu unvorhersehbar“, so Paul.

Die gewählte Schirmkombination sorgt laut Geschäftsführung für maximale Energieeinsparung und höchste Flexibilität beim Anbau großblumiger Gerbera in optimaler Qualität. Eine solide Basis, um die Spitzenposition im Gerberamarkt langfristig zu sichern.

„Das System ist extrem flexibel“, sagt Jeroen de Jonge von Peter Dekker Installaties (PDI), das für die Installation der Schirmanlage verantwortlich war. „Alle Kombinationen sind möglich, genau abgestimmt auf den Bedarf der Gerbera.“

Um dies zu realisieren, war eine High‑Tech‑Installation erforderlich, erklärt De Jonge, da die drei Schirme sehr nah beieinander liegen. Je geringer der Abstand, desto größer das Risiko für Störungen. Deshalb befinden sich alle beweglichen Teile unterhalb der untersten Schirminstallation statt dazwischen. Zusätzlich sind die Anlagen mit Wellenabsicherungen ausgestattet: Sollte einmal ein Zugdraht reißen, stoppt der Motor sofort, um Schäden am gesamten Schirm zu vermeiden.

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