Zum Inhalt springen
CS2026 bredefleur logo NL.jpg
  • Gärtner:
    Bredefleur
  • Ort:
    Luttelgeest & Moerkapelle, die Niederlande
  • Ernte:
    Schnittblume
  • Herausforderung:
    Energieeinsparung
  • Lösung:
    Luxous 1147 FR

Die Herausforderung von Bredefleur

Ein Unternehmer im Gewächshausgartenbau hat viele Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten. Unterschiedliche Aufgabenbereiche verlangen jeweils volle Aufmerksamkeit: Anbau und Pflanzengesundheit, Gewächshaus und Klima, Personal, Einkauf und Vertrieb, Finanzen sowie Nachhaltigkeit und langfristige Strategie. Jede Herausforderung erfordert Weitsicht, Wissen und Können – kurz: Unternehmergeist. Und genau dieser wurde Thomas und seinen drei Brüdern von klein auf mitgegeben. Gemeinsam führen sie Bredefleur, den Lilienbetrieb, den ihr Vater 1977 gegründet hat. Jeder bringt seine eigene Expertise und seinen eigenen Fokus ein. So verteilen sie die Herausforderungen, denen sie täglich begegnen. Thomas Evers berichtet.


Die Herausforderung eines erfolgreichen Familienunternehmens

Vier Brüder. Junge Männer, eng verbunden, bodenständig und voller Energie, mit beiden Beinen im Leben stehend und einer klaren Vision vor Augen. Das macht neugierig. Thomas lächelt bescheiden, als er stolz über das Familienunternehmen spricht:
„Unser Vater hat uns in unserer Entscheidung völlig freigelassen. Für uns alle vier war jedoch schnell klar: Wir möchten in den Gewächshausgartenbau.“

Der älteste Bruder Peter (32) wagte als Erster den Schritt in das Unternehmen seines Vaters. Ihm folgten Thomas (30), dann Levi (27) und seit Kurzem gehört auch der jüngste Bruder Ruben (22) zum Familienbetrieb. Jeder hat seinen eigenen Verantwortungsbereich. Thomas konzentriert sich auf den Anbau, den Einkauf des Pflanzmaterials sowie einen Teil der Finanzen.
„Unser Ansatz ist, dass die einzelnen Standorte mit eigenen Teams selbstständig laufen sollen und das Tagesgeschäft vor Ort geregelt wird. So können wir uns auf das eigentliche Unternehmertum konzentrieren.“

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Brüder nicht regelmäßig auf der Arbeitsfläche von Bredefleur in Luttelgeest und Moerkapelle anzutreffen sind.
„Wir sind sehr eng eingebunden – und das möchten wir auch gegenüber unseren Mitarbeitenden ausstrahlen.“

Obwohl Vater Evers seine Söhne nie dazu gedrängt hat, in das Unternehmen einzusteigen, hat er ihnen einen zukunftsfähigen Betrieb hinterlassen – ein nicht unwesentlicher Faktor, wie Thomas betont.
„Unser Vater war immer innovativ und hat frühzeitig auf die Zukunft ausgerichtet gearbeitet. Das ist keineswegs selbstverständlich. Während meiner Zeit an der Gartenbauschule habe ich viele Mitschüler gesehen, die den Betrieb ihrer Eltern gerne übernommen hätten – der jedoch kaum übernahmefähig war. Wir sind uns sehr bewusst, dass unser Vater uns ein modernes und gut aufgestelltes Unternehmen hinterlassen hat.“

Vorausschauendes Handeln und kontinuierliche Weiterentwicklung sind den Brüdern daher vertraut. Innovation und Investitionen in die Zukunft haben für sie einen hohen Stellenwert, so Thomas: „Wir sind noch sehr jung und haben die Zukunft fest im Blick.“


CS2026 bredefleur NL.jpg

Die Herausforderung einer hochwertigen Lilie (Qualität)

„Alles beginnt mit dem Pflanzmaterial – der Zwiebel. Sie ist die Grundlage. Darin ist im Grunde bereits alles festgelegt: die Anzahl der Blütenknospen, die Stabilität des Stiels und die Blattqualität. Hat man eine gute Zwiebel, ist bereits die Hälfte des Erfolgs gesichert. Deshalb legen wir großen Wert auf den Einkauf der Zwiebeln. Das fällt in meinen Verantwortungsbereich. Zum Glück verfügen wir über langjährige und vertrauensvolle Beziehungen. Wir wissen genau, woher die Zwiebeln stammen, in welchem Boden sie gewachsen sind und wie mit ihnen umgegangen wird.“

Die Herausforderung eines optimalen Gewächshausklimas

Im Gewächshaus von Bredefleur kommen die Zwiebeln zur Blüte – die zweite große Herausforderung auf dem Weg zu einer hochwertigen Lilie.
„Hier ist echtes Fachwissen gefragt: Bewässerung, Belichtung und nicht zuletzt ein gutes Gewächshausklima. Dabei spielen die Klimaschirme eine entscheidende Rolle. An unserem Standort in Moerkapelle (5,5 Hektar) erweitern wir derzeit mit dem Luxous 1147 FR als zweitem Energieschirm. In Luttelgeest verfügen wir über 8 Hektar, von denen bereits 4 Hektar mit einem Luxous ausgestattet waren. Kürzlich haben wir auch die verbleibenden 4 Hektar mit einem zusätzlichen Luxous‑Energieschirm versehen. Gleichzeitig wurde dort der Sonnenschutzschirm erneuert.“ 

Die Entscheidung für ein doppelt ausgeführtes Schirmsystem hat mehrere Gründe, erklärt Thomas:
„Wir können deutlich besser auf unterschiedliche Wetterbedingungen reagieren. Seit der Einführung von Het Nieuwe Telen arbeiten wir immer intensiver mit Schirmen. Wärmestrahlung kann den Pflanzenwuchs erheblich beeinträchtigen, gleichzeitig möchte man den dunklen Schirm nicht ständig schließen. Ein transparenter Schirm wie der Luxous bietet hier die ideale Lösung. In den Randstunden des Tages lässt sich der Schirm relativ einfach schließen, ohne Energieverluste – und man gewinnt zusätzliche Wachstumsstunden. Darüber hinaus sparen wir mit Doppelschirmen selbstverständlich mehr Energie. Nicht zuletzt bereiten wir uns damit auch auf einen möglichen Umstieg auf LED‑Beleuchtung vor.“ 

Drei Klimaschirme also bei Bredefleur – alle installiert vom langjährigen Hausinstallateur Huisman. Für einen Lilienbetrieb ist das durchaus außergewöhnlich und kann als ausgesprochen zukunftsorientiert bezeichnet werden. Dennoch sind Thomas und seine Brüder alles andere als risikofreudige Abenteurer. Sie gehen strukturiert und überlegt vor, Schritt für Schritt, mit einem klaren Blick für die Praxis.

„Wir möchten zunächst lernen, mit dem Luxous‑Schirm zu arbeiten, denn jeder Anfang ist anspruchsvoll. Gerade in Bezug auf die Luftfeuchtigkeit muss man gut aufpassen, da diese unter einem doppelten Energieschirm deutlich ansteigen kann.“ Einen Luftentfeuchter sieht Thomas derzeit noch nicht als nächsten Schritt: „Ich glaube an eine Entwicklung nach der anderen. Eventuelle Feuchteprobleme lösen wir aktuell mit einem kleinen Spalt im Schirm und zusätzlicher Rohrheizung. So ticken wir einfach. Erst einmal beobachten wir, wie sich das System langfristig entwickelt.“

Zu den Produkten aus diesem Artikel