Sonnenschutz spart Energie

 Auf eine Fläche treffende Strahlung hat nur drei Möglichkeiten:

• die Strahlung wird reflektiert
• die Strahlung wird absorbiert
• die Strahlung wird transmittiert (durchgelassen)

Die Summe dieser drei Alternativen beträgt immer 100 %. Absorption und Durchlässigkeit tragen zu einem erhöhten g-Wert bei, zumal bei beiden Alternativen die Sonne oder die Wärmestrahlung ins Zimmer gelangt. Wenn ein Sonnenschutz nur geringe Reflexion bietet, verbleibt die Sonnenstrahlung entweder im Material (wird absorbiert) und in Wärme umgewandelt, die ins Zimmer geleitet wird, oder sie wird durchgelassen und erwärmt das Zimmer, nachdem sie z.B. vom Fußboden absorbiert wurde. Energie kann also niemals verschwinden. Früher oder später wird sie in Wärme umgewandelt.

Ist die Sonne einmal ins Zimmer gekommen, ist auch die Wärme hineingekommen – oder?
Innere Sonnenschutzvorrichtungen sind so lange wirksam, wie sie Kurzwellen- und Langwellenstrahlung reflektieren. Kurzwellenstrahlung gelangt durch das Fenster, ohne die Wellenlänge zu verändern. Wenn die Strahlung auf die hochreflektierende Oberfläche trifft, wird sie nicht absorbiert (wie bei einer gewöhnlichen Textilgardine), sondern reflektiert, sodass auch hier keine Veränderung der Wellenlänge erfolgt. Die reflektierende Strahlung kann somit wieder durch das Fenster hinaus gelangen – und trägt somit nicht zu erhöhter Zimmertemperatur bei.
Besteht der Sonnenschutz jedoch aus einer gewöhnlichen Textilgardine, wird der Großteil der Kurzwellenstrahlung von (dem undurchlässigen Teil) der Gardine absorbiert, was zur Folge hat, dass die Temperatur in der Gardine steigt und sie dann allmählich Wärme in Form von Langwellenstrahlung abgibt.

Die Sonne erwärmt die Gegenstände – die Gegenstände erwärmen die Luft
Erst wenn die Sonnenstrahlen von Fußboden, Wänden oder anderen Gegenständen im Zimmer absorbiert werden, entsteht Wärme. Die kurzwellige Strahlung gehen durch die Luft und werden z.B. vom Fußboden absorbiert. Die kurzwellige Strahlung enthält viel Energie, wodurch der Fußboden erwärmt wird. Wenn der Fußboden eine höhere Temperatur bekommt, wird die überschüssige Wärme als langwellige Wärmestrahlung vom Fußboden abgeleitet. Durch diese Wärmestrahlung steigt die Temperatur im Zimmer. Fensterglas lässt nur kurzwellige Strahlung durch. Wärmestrahlung wird nicht durchgelassen – sie wird zurück in das Zimmer reflektiert oder vom Glas absorbiert und als Wärme abgeleitet (und zwar hinaus oder hinein, je nach Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen). Die Zimmertemperatur steigt, weil die Wärme nicht hinausgelassen wird - und genau das bezeichnet man als Treibhauseffekt.

Der g-Wert
Der g-Wert gibt die gesamte Energietransmission an, die dadurch erfolgt, dass die Sonne  z.B. durch ein Fenster scheint. Energie kann entweder durch direkte Transmission (was man als Tsol oder Primärtransmission bezeichnet) in ein Zimmer gelangen, oder dadurch, dass sie zuerst vom Fenster (oder einem Sonnenschutz) absorbiert und danach als Wärmestrahlung abgegeben wird. Der g-Wert ist also die Summe der direkten Transmission und der Wärmestrahlung, die, nachdem sie zuerst absorbiert wurde, dem Zimmer durch Wärmestrahlung zugeführt wird.
Es ist nicht möglich, einen konstanten g-Wert nur für einen Sonnenschutz anzugeben. Laut Norm wird der Sonnenschutz stets zusammen mit einem spezifischen Fenster gemessen – weshalb sich der Wert je nach verwendetem Fenster verändert. Auch spielt die Jahreszeit – bzw. die Sonnenhöhe eine Rolle. Je nach Sonnenhöhe erreichen die Strahlen das Fenster in verschiedenen Winkeln. Je höher die Sonne steht, desto höher ist die Reflexion im Fenster, und das bedeutet, dass ein kleinerer Teil der Strahlen durch das Fenster gelangt, was einen geringeren g-Wert ergibt. Im Winter ist das Gegenteil der Fall. Die geringere Reflexion im Fenster ergibt einen höheren Anteil von Strahlen, die durch das Fenster gelangen, was einen höheren g-Wert ergibt. Der g-Wert und der T-Wert, die man im Produktdatenblatt angibt, zeigen die Voraussetzungen im Winter – also die schlechtesten Ergebnisse.

Man spart Energie für Kühlung und Heizung
So, wie unsere Sonnenschutzkollektion die Sonnenstrahlen im Sommer durch das Fenster reflektiert, lässt sie sich auch im Winter verwenden, um die Wärme im Zimmer zu behalten.
Wegen der einzigartigen Oberfläche des Aluminiums können unsere Sonnenschutzgewebe auch langwellige Wärmestrahlung reflektieren und somit Wärmeverluste durch das Fenster verhindern. Im Winter lohnt es sich deshalb, an Abenden und Wochenenden den Sonnenschutz zuzuziehen – dadurch bleibt die Wärme im Zimmer und man spart Heizkosten.
 

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