Veröffentlicht 31.05.2018

800kg Stoff bewirken viel in Ruanda

Im Februar wurden 800 Kilo Stoff von Svensson in Kinna nach Gasabo, eine Gemeinde in Ruanda, verschifft, wo er zur Schaffung von Arbeitsplätzen und einem besseren Leben für Frauen und ihre Familien beitragen soll. Hinter dem Projekt steht die schwedische Produktionsfirma Safeman, und Svensson trägt sowohl mit Gardinen- als auch mit Möbelstoff bei.

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Die schwedische Firma Safeman hat ein neues Werk in Ruanda gebaut, in dem die Hauptarbeit darin besteht, solarbetriebene Wasseraufbereitungsanlagen zu bauen, um den mehr als elf Millionen Einwohnern, die auf einer Fläche etwa so groß wie Småland leben, Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Das Unternehmen ist im Grunde eine alte Textilfirma, und aus diesem Gedanken heraus entstand die Idee eines fantastischen Nebenprojektes.

"Wir hatten in Olofström ungefähr zehn Nähmaschinen nutzlos herumstehen, und kamen dann auf die Idee, sie nach Ruanda zu schicken, wo sie wieder nützlich sein könnten", sagt Stephan Bengtsson, Geschäftsführer und Besitzer von Safeman. "Wir wollten sehen, ob wir den Frauen zeigen können, nicht nur mit den Tretmaschinen zu nähen, die sie derzeit benutzen."

Rwanda-fabrics-from-Svensson.jpgGesagt, getan – die Nähmaschinen wurden nach Afrika transportiert und in Gasabo aufgebaut. Stephan kannte die Besitzer von Svensson bereits von früher und kontaktierte uns, um zu sehen, ob wir helfen wollten. Natürlich sagten wir sofort zu, und daher gingen im Frachtcontainer ebenso unsere Gardinen- und Möbelstoffe als Produktionsmaterial auf die Reise. 800kg Stoff in verschiedenen Qualitäten und Farben.

"Die Idee ist, dass die Frauen selbst Produkte herstellen, die verkauft werden können – z.B. Taschen, Vorhänge, Sitzkissen usw. Wir tasten uns vorwärts, um zu sehen, was funktioniert", sagt Stephan. "Die Frauen bekommen Lohn und wir decken unsere Kosten durch den Verkauf der Produkte. Dank der Stoffe von Svensson haben wir großartige Möglichkeiten, verkäufliche Produkte herzustellen."

In den fröhlichen Gesichtern der Näherinnen sehen wir Leidenschaft für ihre Tätigkeit und Stolz auf die Ergebnisse.

"Es macht Riesenspaß, und dass wir Näherinnen eine aktive Rolle spielen und Produkte entwickeln können, ist einzigartig – in anderen Unternehmen läuft das ganz anders", sagt eine der Näherinnen. "Es gibt so viele verschiedene Stoffarten und Farben, aus denen man auswählen kann, und das macht die Arbeit besonders schön", sagt eine andere. "Carina von Safeman in Schweden war unglaublich, als sie hier war, sie hat uns viel beigebracht und uns inspiriert. Wir fühlen uns pudelwohl!“, sagen alle durcheinander.

"Wir kommen in Gang, und mit kleinen, aber stetigen Schritten vorwärts werden wir sehen, wohin die Reise geht. Wir sind sehr glücklich und dankbar dafür, wie Svensson diesen Weg mit uns gemeinsam gehen möchte", sagt Stephan zum Abschluss.

 

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