Die Svensson teamwork - Besser als Team

Bei Svensson sind sämtliche Kompetenzen unter einem Dach vereint – von der Forschung und Entwicklung bis hin zu Design und Produktion. Wir haben vier Mitarbeiter ausgewählt, um uns mit ihnen über intelligente abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu unterhalten.

Was macht Svensson in Ihren Augen einzigartig?

Per Holgerson: Im Gegensatz zu unseren Konkurrenten haben wir alle Abteilungen hier in Schweden unter einem Dach! Von der Forschung über das Design bis hin zur Produktion ...

Johanna de Ru: … was für uns von enormem Vorteil ist, weil man als Designer oder Produktentwickler seine Ideen jederzeit testen und neue Produkte entwickeln kann. Ich finde außerdem, dass lokale Produktion sehr wichtig ist, um die schwedische Textiltradition und Handwerkskunst zu schützen und zu erhalten. Innerhalb dieser Wände existiert Wissen, dass anderswo schwer zu finden wäre. Svensson sorgt dafür, dass es bewahrt und zugleich weiterentwickelt wird.

Sara Sjögren: Als tief verwurzeltes Familienunternehmen können wir stets langfristig arbeiten. Wir sind ein zuverlässiger Geschäftspartner und übernehmen Verantwortung für unsere Produkte. Immerhin existiert unser Unternehmen bereits seit 130 Jahren.

Sie entwerfen fast jedes Design selbst, anstatt berühmte „Stardesigner“ zu engagieren. Erzählen Sie uns mehr darüber!

Eva Larsson: Textildesign ist ein äußerst komplexer Tätigkeitsbereich, vieles dreht sich um die Materialwahl und die Frage, welches Gefühl und welchen Ausdruck man sich wünscht, sowie die Wahl der dazu passenden Technik. Es geht also nicht nur darum, ein Design zu entwerfen – man muss den gesamten textilen Herstellungsprozess kennen und verstehen. Entsprechend ist es von enormem Vorteil, sämtliche Kompetenzen im Haus zu haben. Im Vergleich zur Konkurrenz haben

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Sie mit dem eigenem Labor und der Forschungsabteilung einen gewaltigen Vorsprung. Wie macht sich der bemerkbar? 

Per: Eine Sache, die mir direkt in den Sinn kommt, ist, dass die Entwicklung so viel schneller geht. Wir haben sämtliche Experten an einem Ort. Das hilft auch dabei, unsere Proddukte schneller und vor allem unkomplizierter durch Patente zu schützen.

Johanna: Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man als Designer die Möglichkeit hat, mit anderen im Unternehmen fachübergreifend zusammenzuarbeiten. Wir können zum Beispiel mit Chemieingenieuren, Textilingenieuren oder Maschinentechnikern zusammenarbeiten und haben ein Labor zu unserer Verfügung, wo wir die Verschleißwerte direkt testen oder Garne während des Arbeitsprozesses einfärben können.

Eva: Wir haben Zugriff auf fundiertes technisches Wissen. Ein Blick auf unsere Textilien genügt, um zu erkennen und zu verstehen, mit welcher handwerklichen Fürsorge sie hergestellt werden. Der Glanz der Farben etwa. Den findet man anderswo kaum.

Johanna: Zudem ist das ganze Fachwissen hier äußerst förderlich. Forschungs- und Designabteilungen profitieren in spezifischen Projekten vom gegenseitigen Wissensaustausch. Das lässt uns alle gemeinsam nach vorn schauen: Wie zum Beispiel können wir gemeinsam Lösungen für die Faserrückgewinnung finden? Und wie können wir neue Materialien oder Technologien nutzen?

Sie haben also im Team begonnen, kreativer über berufliche Grenzen hinweg zu arbeiten?

Eva: Ja, genau! Wir haben derzeit mehrere Projekte am Laufen, an deren Design sowie Forschung & Entwicklung wir gemeinsam arbeiten. Das ist unglaublich spannend und gibt dem Job eine ganz neue Dimension.

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Die Entwicklung schreitet rasant voran – können Sie uns die heißesten aktuellen Textiltrends nennen?

Per: Ganz klar die Kombination von Design und Funktion bei der Innenraumgestaltung.

Johanna: Es scheint, als ob sich in der Sport- und Modewelt sehr viel tut, sowohl auf der Faserebene als auch technisch im Bereich von Trikotstoffen und Geweben. Dort findet man eine Menge Inspiration, sowohl was den Ausdruck betrifft, als auch bezüglich Technologie und Funktionen.

Eva: Ein Problem, das meiner Meinung nach thematisiert werden muss, ist die Tatsache, dass die Verwendung von Textilien im Einrichtungsbereich über einen längeren Zeitraum zurückgegangen ist. Wir sitzen auf formgepressten Stühlen, Jalousien ersetzen Gardinen. Das trägt meinem Empfinden nach zu einem härteren Klima bei, sowohl physisch als auch psychisch. Was auf lange Sicht verheerend sein dürfte! Textilien haben so viele gesundheitliche Vorteile: Sie beeinflussen alles, von unserer Konzentration bis hin zum Energieniveau eines Raums.

Wo finden Sie persönlich die Inspiration für Ihre Arbeit?

Sara: Ich finde die meiste Inspiration, wenn ich Pflanzenzüchter besuche und mit ihnen über ihre Bedürfnisse und Herausforderungen spreche. Dabei kann man so viel lernen.

Johanna: Ich finde Inspiration meist im Bereich der Mode, aber zuweilen auch in der Architektur, der Kunst oder der Musik. Aber zum größten Teil sind gute Ideen das Ergebnis von langwieriger, harter Arbeit und Misserfolgen. Man muss vor allem hartnäckig sein und Freude an dem haben, was man tut.

Eva: Es ist wichtig, ständig die potenziellen Möglichkeiten beim Aufeinandertreffen von Farbe und Material zu sehen und offen für neue Kombinationen zu sein. Da ich mit Möbeltextilien arbeite, lasse ich mich häufig von der Mode inspirieren. Beide Bereiche weisen deutliche Ähnlichkeiten auf: Man bekleidet eine Form, sieht Details, Nähte, Schnitte. Ein Designer, den ich sehr mag, ist der Däne Henrik Vibskov, er ist immer interessant und er hat den Mut, nach Stilen fernab der Norm zu suchen.

Woran merken Sie, dass sich die Bedürfnisse der Kunden verändern?

Per: Oft besuchen wir Kunden, um Input zu erhalten. Da merken wir dann schnell, dass die Anforderungen an die Produkte ständig zunehmen. Und dass immer alles ein bisschen schneller gehen muss als früher. Das ist vermutlich der größte Unterschied.

Was bedeutet es für Sie, von einem kleinen Ort aus tätig zu sein?

Johanna: Als Exil-Stockholmerin merke ich, dass hier eine andere Stimmung herrscht. Die Natur ist herrlich, und ich reite viel und wandere durch die Wälder. Das beruhigt mich und macht mich glücklich.

Per: Alles hat seine Vor- und Nachteile. Aber wenn alle einander kennen, stellt sich ein familiäres Gefühl ein.

 

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