Veröffentlicht 09.03.2015

Mopabloem liefert der Welt Tulpen

Die Niederlande sind das Land der Tulpen, hier werden weltweit die meisten Tulpen gezüchtet. Mit jährlich 50 Mio. gezüchteten Tulpen trägt Dutch Mopabloem zu dieser Meisterleistung bei. Roboter, Verpackungsstraßen und ausgeklügelte Planung gewährleisten, dass innerhalb von nur vier Monaten Millionen von Sträußen ihren Weg in die Vasen der Kunden in aller Welt finden. „Wenn wir auf Hochtouren laufen, beladen wir täglich 28 Lkws. Unsere frischen Tulpen werden in aller Welt verkauft, u. a. in dem beliebten amerikanischen Biomarkt Trader Joe's.”

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Das Klicken der Messer, die die Stängel auf die richtige Länge schneiden, hallt durch die enorme Verpackungs- und Verarbeitungshalle. Ed Griekspoor und seine Frau Sandra, Gründer und 50%ige Eigentümer von Mopabloem, prüfen die Messer eines der drei Roboter. Die Maschine arbeitet mit einer unglaublich hohen Geschwindigkeit, und bevor die Messer die Stängel stutzen, sortiert ein Röntgenscanner die Tulpen nach ihrer Farbe.

„Wollten wir dies mit der Hand erledigen, brauchten wir Dutzende von Arbeitern. Zurzeit produzieren wir täglich 600 000 Tulpen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden; dabei halten wir die Preise wettbewerbsfähig. Und nächstes Jahr werden wir eine vierte Verarbeitungsstraße installieren", sagt Ed Griekspoor.

Clevere Ideen garantieren Produktivität 
Griekspoor hatte vor zwei Jahren eine bankrotte Topfpflanzen-Gärtnerei gekauft, diese in den letzten beiden Jahren renoviert und in eine hochmoderne Tulpenproduktionsanlage transformiert. Um die Heizkosten zu minimieren, installierten sie doppellagige Svensson Klimaschirme. Eine KWK mit 1,5 MW liefert Strom und Wärme; überschüssige Energie wird über den APX Energy Exchange gehandelt. Der Vordenker Griekspoor hatte viele einzigartige, innovative Ideen, die er eigenhändig entwickelte, einschließlich eines überdimensionierten Roboterarmes für die Verarbeitung der leeren und gefüllten Tulpenschalen.

„Der Roboterarm hatte in der Automobilindustrie Spritzarbeiten ausgeführt, wies aber eine Ungenauigkeit von 3 mm auf, weshalb ich diese als defekt deklarierte Maschine erwerben konnte", erklärt Ed. „Zusammen mit einer technischen Firma modifizierte ich den Arm so, dass er exakt meinen Bedürfnissen entspricht. Er erlaubt es uns, effizienter und genauer zu arbeiten und dadurch unsere hohen Produktionsniveaus zu wahren.”

Mit einem Anbaugebiet von 12 000 Hektar (und wachsend) ist die Tulpe die wichtigste Blume in den Niederlanden. Da es eine Frühlingsblume ist, erfolgt der Löwenanteil der Produktion im Freien. Mopabloem hat sich jedoch darauf spezialisiert, seine Tulpen in einem 30.000 m2 großen Gewächshaus mit gedüngtem Wasser anzubauen. Die Zwiebeln werden per Hand in Wasserschalen gelegt, welche für zwei Wochen in eine 10.000 m2 große Kühlzelle wandern, wo sich die Wurzeln und Stängel entwickeln. Danach werden sie in das Gewächshaus verlegt.

„Durch den Anbau in einem Gewächshaus können wir das Klima beherrschen und die Blumen für den Transport vorbereiten, der einige Tage oder gar Wochen dauern kann. Davon merkt der Kunde jedoch nichts, denn unsere Tulpen werden immer frisch geliefert. Binnen vier Monaten liefern wir viele Millionen Tulpen an Kunden in aller Welt. Um dies erfolgreich durchzuführen, müssen wir alles detailliert planen.”

 

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Kunden in der ganzen Welt
Die gesamte Produktion ist für den Export bestimmt. Kunden in Europa sind u. a. Spar, Netto und Edeka, in Amerika ist dies Trader Joe’s (TJ). Verkauf und Marketing werden von Ed und Sandra beaufsichtigt.

„Wir machen alles selbst“, erklärt Ed. „Im Mai beginnen wir zusammen mit unseren Kunden die Planung für das nächste Jahr. Die Anzahl Tulpen pro Strauß, die farbliche Mischung, die Präsentation im Kübel oder als Strauß, die Auswahl der Hülsen, die Entscheidung über Aufdrucke, Strichcodes mit oder ohne Preis und der Tagescode - all dies sind Aspekte, die einer Abstimmung bedürfen. Die Zwiebeln treffen im Sommer ein, werden gründlich untersucht und bis Dezember in den Kühlzellen gelagert. Im Frühling können wir dann frische Tulpensträuße in alle Welt entsenden. Jeden Sonntag pflücke ich im Gewächshaus ein paar schöne Tulpen für zu Hause. Die Tulpe ist wirklich die schönste aller Blumen.”

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