Veröffentlicht 04.07.2016

“Zweiter Energieschirm großer Schritt, um effizienter zu züchten”

Züchter Erwin Theeuwen aus Wellerlooi tauschte im vergangenen Jahr seine feste AC-Folie gegen einen zweiten, beweglichen Energieschirm Luxous 1347 H2no FR. Das gefällt ihm gut. "Mit diesem Bildschirm kann ich mich an die Gegebenheiten anpassen, und setze ich das Neue Züchten in die Praxis um.”

Die ersten Monate züchtete Erwin Theeuwen aus Wellerlooi seine Tomaten immer unter einer festen AC-Folie mit dem beweglichen Energieschirm SLS10 Ultra Plus (Luxous 1243 D) darüber. Die feste Folie - von Anfang Dezember bis ca. Mitte März - gefiel ihm immer sehr gut. "Man würde wohl erwarten, aber es gab nie Probleme mit Botrytis.” Dennoch entschied er sich, die Folie auszutauschen, und mit einem Doppel-Schirm zu arbeiten. "Der vorhandene Energieschirm, mit einem Leck hier und da, musste nämlich ersetzt werden. Deshalb beschloss ich, einen beweglichen Klimaschirm dazu zu nehmen, weil das größere Steuerungsmöglichkeiten gibt. "Unter dem Energieschirm ließ er den Luxous 1347 H2no FR (Flame Retardent) Schirm installieren.

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Feuchtigkeitsabfluss
Mit dem neuen Klimaschirm kann Theeuwen besser auf die Umstände reagieren. Sicherlich im letzten Winter hatte er einen Vorteil damit, mit besonders milder Witterung. Unter einer festen Folie wäre es viel zu heiß und feucht gewesen. Jetzt blieb der Energieschirm den ganzen Winter über geschlossen, während die Feuchtigkeit prima zur belüfteten Oberbereich abgeführt werden konnte.

Der neue Schirm gefällt Theeuwen dann auch hervorragend. In diesem Frühjahr hat er bereits 2,5 bis 3 m³ Gas gespart. "Das Ziel im ersten Jahr beträgt 4 m³, aber es kommt ja noch der Herbst, also wird es auch erreicht.”

Auch sind die Früchte schwerer: 39 Gramm war normal, jetzt sind sie im Durchschnitt 40 Gramm." Jetzt (Ende Mai) habe ich 9 kg/ m², letztes Jahr waren es 8,5 kg. "Ich war dort sofort davon überzeugt, dass ein zweiter Klimaschirm rentabel sein würde, auch wenn ich das nicht vorher nicht gut untermauern konnte. Als ich ihn im Improvement Centre in der Studie sah, hatte ich schon ein gutes Gefühl dabei. Ton Habraken von Svensson weiß sehr gut, warum Theeu­wen so gute Ergebnisse erzielt. Auf den Folienstreifen im H2no-Schirm bilden sich durch Kondenswasser nämlich keine Tropfen, sondern entsteht ein Wasserfilm.

“Das verbessert die Lichtdurchlässigkeit auf 10 Prozent. In einem Tröpfchen wird nämlich das Einfalllicht teilweise wieder reflektiert, während es durch einen Wasserfilm gerade durchgeht. Die Lichtdurchlässigkeit eines Schirms mit einem Wasserfilm, ist sogar mehr als ein Prozent, als bei einem trockenen Schirm. Dadurch kann auch länger, im Laufe des Tages, geschirmt werden.”
“Beim Öffnen haben Sie überhaupt keine Probleme mit fallenden Tropfen", bestätigt Theeuwen.

Die Neue Zucht
“Schirme passen in die Vision von HNT (Het Nieuwe Telen)", lernte Theeuwen bei einem HNT Kurs. "Ich versuche ein HNT Züchter zu sein, aber ich führe es nicht so streng durch. Dank meiner HNT Kenntnis, liege ich nachts nicht wach, von einer hohen Luftfeuchtigkeit. Und nimmt die Abstrahlung zu, dann geht mein Klimaschirm früher zu.”

“Früher war man im April fertig mit dem Schirmen. Jetzt geht der Klimaschirm noch zu, wenn es morgens kalt ist, oder geht am Ende des Tages noch zu. So kühlt die Pflanze noch allmählicher ab und kann das Tageslicht besser umsetzen in Assimilation und Wachstumsschnellheit. Somit bleibt die Versorgung des Pflanzenkopfes erhalten und wird der Kopf nicht zu schwer. Man muss dann auch nicht zu einem anderen Zeitpunkt noch zusätzliche Energie hineinstecken.”

“Auf diese Weise nehme ich einige Dinge aus HNT mit. Früher schirmte ich erst, wenn die Vornacht-Temperatur erreicht war.” Den oberen Schirm schließt Theeuwen bei einer Außentemperatur von 4° C, oder wenn das Rohr über 45° C steigt. In der dritten Woche im Mai, verwendete er den oberen Schirm noch dreimal, wobei das im April recht häufig passierte.

Effizienter
Seine Anschaffung eines zweiten Klimaschirms nennt Theeuwen "einen Schritt in Richtung effizienter züchten und mehr herausbekommen." "Sie können das Spiel zwischen Hitze und Feuchtigkeit optimieren. Sie können auf Veränderungen der äußeren Umstände reagieren. An einem sonnigen Tag im Winter kann man immer noch sein Licht nehmen, wenn auch nur für ein paar Stunden, zwischen 11.00 en 13.00 oder 14.00 Uhr.”

Ein gutes Beispiel nennt er den 27. Dezember 2014. Damals hatte er noch keinen zweiten beweglichen Klimaschirm, aber eine feste AC Folie. "An diesem Tag fiel eine dicke Schicht Schnee und es blieb tagsüber fast dunkel im Gewächshaus. Nach vier Tagen war ich an dem Punkt angelangt, die Folie aufzuziehen, aber zum Glück begann es dann zu tauen. Einen Klimaschirm hätte ich einfach öffnen können und dann hätte ich am nächsten Tag sauber beginnen können.”

“Es sind damals sogar einige Unternehmen pleitegegangen, und viele hatten Fensterschäden" erinnert auch Habraken sich. "Fällt Regen auf den Schnee, kann dieser sehr schwer werden.”

Entfeuchtung
“Entfeuchtungsapparate sind ein Teil der HNT und liefern gute Ergebnisse", sieht Habraken in der Praxis. "Schon einige Züchter haben einen Doppel Schirm, oft in Kombination mit Entfeuchter. Aber Züchter, die es so handhaben wie Theeuwen, gibt es gerade einmal vier. Er beweist, dass man auch ohne große Investitionen auf eine andere Weise mit HNT umgehen kann und immer noch 20 bis 25 Prozent Energie sparen kann.”

Theeuwen: “Vor einem Jahr hatte ich nur einen beweglichen Energieschirm und feste Folie. Wenn ich, bei zu hoher Luftfeuchtigkeit einen Riss in den Energieschirm machte, führte das zu einer Temperaturschwankung. Nun ziehen Sie den Schirm nach und nach auf oder zu und verhindern einen Temperatursturz. Das ist etwas ganz anders als ständige Risse zu ziehen.”

“Vorher musste, wegen der vorhandenen Folie, der Schirm für die Feuchtigkeitsabfuhr geöffnet sein. Das ist nun nicht mehr notwendig. Durch die Entlüftung über dem Schirm wird genügend Feuchtigkeit abgeführt, über das Strickgarn des Klimaschirms. Das gibt wieder zusätzliche Energiegewinnung.”

Es ist klar und deutlich: Theeuwen will ganz sicher nicht mehr zurück zur festen Folie.

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