Veröffentlicht 18.03.2015

Züchter wollen das bestmögliche Gewächshausklima sicherstellen

Heutzutage haben die meisten hochgerüsteten Tomaten-Gewächshäuser mindestens einen beweglichen Klimaschirm. Das schwedische Unternehmen Ludvig Svensson ist Weltmarktführer bei Klimaschirmen. Das Unternehmen verzeichnet eine wachsende Nachfrage nach einem zweiten Schirm. Auch in weniger kalten Regionen werden die Vorteile von Klimaschirmen mehr und mehr erkannt.

hugoSeniorberater Hugo Plaisier arbeitete schon im Jahr 1985 für Ludvig Svensson, als die Nachfrage nach Klimaschirmen sprunghaft anstieg.

„Grund dafür war der Preisanstieg für Gas. Ein Jahr später allerdings, als der Gaspreis wieder in den Keller gefallen war, hatte es sich auch mit der Begeisterung für Klimaschirme erledigt“, rekapituliert Plaisier.

Erst im Jahre 2004 stieg die Nachfrage wieder an, auch diesmal aufgrund höherer Gaspreise und einer anderen Preisstruktur.

„Seitdem war die Nachfrage gut, und inzwischen nutzen mehr als 90 Prozent der Tomaten-Gewächshäuser in Ländern mit kaltem Winter einen Klimaschirm. In den Niederlanden sind dies beinahe 100 Prozent.”

Ungeachtet der zurzeit leicht rückläufigen Energiepreise nutzen die Tomatenzüchter weiterhin die Schirme. „Durch die Nutzung von Klimaschirmen erzielen sie nicht nur eine beträchtliche Energieeinsparung, sondern stellen sie auch ein besseres Gewächshausklima sicher, was für Produktion wie Qualität gleichermaßen von Vorteil ist", erklärt Plaisier. „Außerdem wird nun allenthalben Nachhaltigkeit großgeschrieben, und Klimaschirme tragen zur Nachhaltigkeit bei, da sie für Energieeinsparungen sorgen."

Zudem beginnt die Nachfrage nach beweglichen Schirmen in wärmeren Gebieten wie Südeuropa, Marokko und Mexiko anzusteigen. Die Schirme werden als Sonnenschutz und zur Abwehr der nächtlichen Strahlung eingesetzt. Strahlung ist dem Gewächshausklima abträglich, da sie das Wachstum hemmt und Kondensation hervorruft, welche zu Pilzkrankheiten führt. Kürzlich wurde in Almeria ein fixer Kreideschirm mit einem beweglichen Schirm verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Produktion unter dem beweglichen Schirm um 25 Prozent höher war. Der Schirm ist morgens bis 10 Uhr geöffnet, so dass das Licht optimal genutzt werden kann.

Die aktuelle Entwicklung beim Schirmen des Tomatenanbaus ist Plaisier zufolge der Trend zu einem zweiten Schirm – entweder zwei transparente Schirme übereinander oder ein transparenter Schirm und ein Schirm zum Schutz gegen das Licht.

„Diese Entwicklung steckt noch in den Kinderschuhen, aber zusammen mit The Next Generation Cultivation könnte sie zu noch größeren Energieeinsparungen führen. Insbesondere in kälteren Regionen rentiert sich die Investition in einen zweiten Schirm recht bald, und manchmal ist es einfach eine Notwendigkeit, das Gewächshaus auf der richtigen Temperatur zu halten, ohne dass die Rohrtemperatur zu sehr ansteigt.”

„Jedes Land bzw. Klima erfordert eine eigene Schirmlösung, weshalb Ludvig Svensson eine Vielzahl verschiedener Schirme entwickelt hat. Für jede Gärtnerei können wir den Produktionsanstieg und die Kapitalrückflussdauer berechnen. Wir beschäftigen Berater, die, zusammen mit dem Züchter, die beste Lösung sicherstellen können.”

 

 

Unterschrift, um Newsletter zu erhalten