Veröffentlicht 19.03.2018

EINEN TAG UNTERWEGS MIT...

EINEN TAG UNTERWEGS MIT...

Lars van Baar
Berater von Svensson

Der Berater ist für Svensson eine wichtige Person. Gartenbaubetriebe, aber auch Pflanzenzuchtberater und Installateure möchten gerne über die neuesten Trends im Bereich der Klimaschirme informiert werden. Die Fahrten von Lars van Baar führen über einen Teil der südholländischen Inseln und durch das Westland, und der rote Faden lautet: Connected Screening.

09.45 Uhr

In der Ferne sieht man langsam die Ortschaft Vierpolders, die zur südholländischen Stadt Brielle gehört. Berater Lars van Baar ist gegen 7.00 Uhr von seinem Wohnort Ursem losgefahren. Er möchte möglichst keine Probleme mit Staus haben. Am Abend zuvor hat er die Gespräche mit den drei Unterglasanbaubetrieben gut vorbereitet. Den ganzen Tag steht Connected Screening im Mittelpunkt, das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem Gewächshausautomatisierungsunternehmen Hoogendoorn. Aus den Kundensystemen von Svensson und Hoogendoorn hat Van Baar Züchter selektiert, die möglicherweise bereits damit arbeiten. Connected Screening unterstützt den Züchter beim „Neuen Züchten“ (HNT, Het Nieuwe Telen). Mit Hilfe der Software von Hoogendoorn Growth Management werden die Ergebnisse des Abschirmens mit Klimaschirmen von Svensson einsichtig gemacht. Dabei ist das Ziel, eine Verhaltensänderung bei Gartenbauunternehmen zu stimulieren, sodass sie Produkte von gleicher oder besserer Qualität mit niedrigerem Energieaufwand sowie mit der entsprechenden Feuchtigkeitsableitung und Lichtdurchlässigkeit produzieren. „Meine Botschaft lautet heute, ohne große Feuchtigkeitsschocks mit Hilfe von Connected Screening zu züchten, und für eine passende Feuchtigkeitsbilanz zu sorgen (AV). Für die Pflanze ist es besser, wenn sie allmählich wächst. Man kann es mit dem Laufen während eines Marathons vergleichen: man erreicht nie - zumindest nicht anständig - das Ziel, wenn man sein Tempo ständig ändert.“

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10.00 Uhr

John Ammerlaan reißt energisch die Tür auf. Er zeigt auf die Kaffeemaschine in einer der beidenKantinen seines Paprikakomplexes in Vierpolder. Er muss erst noch ein Telefonat führen, aber anschließend hört er Van Baar mehr als eine Stunde zu. Während der letzten Aktualisierung von Hoogenddorn iSii, Version 7, wurde das Modul Connected Screening gleich mit installiert. Ammerlaan weiß, dass er darüber verfügt, hat es aber bis jetzt noch nicht eingesetzt. Er sieht zu, wie Van Baar die erforderlichen Einstellungen vornimmt. Zum Glück hängt in einer der Gewächshausabteilungen eine Klima-Box mit RH-Messer über den Schirmen. Nachdem er die Werte eingetragen und die Daten aus der Klima-Box eingegeben hat, erscheinen auf dem Bildschirm Graphiken mit Linien in unterschiedlichen Farben.

Van Baar erklärt, dass dies beim Neuen Züchten als Unterstützung dienen kann, anhand derer man bessere Entscheidungen treffen kann. „Ich habe gerade ein Buch über das HNT erhalten, das werden wir hier bestimmt machen. Viel Datenhistorie haben wir jedoch noch nicht, da wir gerade mit der ersten Zucht fertig sind“, erzählt Ammerlaan. Beim späteren Rundgang durch den Komplex, bei dem wir uns kurz die beiden Schirme (Luxous 1147 FR unten und 1547 FR oben) ansehen, erzählty er, dass die zweite Zucht seit ein paar Wochen steht. Die Schirme erfüllen ihre Aufgabe, da sie „angenehm viel Licht durchlassen“. Van Baar erzählt, dass die Zahl 47 in 1147 und 1547 das Maß der Energieeinsparung anzeigt: „Wussten Sie, dass man bei einem Spaltanteil von einem Prozent bereits 15 Prozent Energieverlust hat und bei 3 Prozent Spaltanteil zwei Drittel der 47 Prozent verschwunden sind? Mit unserem Modul ist das anhand der Graphiken auf den Bildschirmen gut zu erkennen.“

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12.00 Uhr

Nach etwas suchen wurde im Zentrum von Brielle ein kleines Restaurant gefunden. Während des Verzehrs eines Strammen Max ist noch etwas Zeit übrig, um eine Schirmempfehlung für seine Kollegin Olga Sholmova vorzubereiten. Lars van Baar hat als Berater Teile der Niederlande sowie Russland in seinem Portfolio. „In diesem Land wird derzeit enorme in den Unterglasanbau investiert. Die gesamte niederländische Gewächshausindustrie ist dort aktiv.“

13.00 Uhr

Nach dem Mittagessen geht es über Nebenstraßen in Richtung Tinte. Ein Sackgassenschild zeigt an, dass sogar die digitale Karte auf dem Dashboard hier nicht mehr weiter weiß. Mit gesundem Menschenverstand kommt Lars gegen 13.00 Uhr bei Dukker Trostomaten am Konneweg an. Ruud Dukker, die vierte Generation in diesem Unternehmen, läuft mit Lars zu einer separaten Computerkammer. Die Geschichte ist in groben Zügen dieselbe wie bei Ammerlaan. Dukker hat nur noch nicht in eine Klima-Box mit RH-Messer investiert. Nachdem Van  Baar einige Einstellungen im System angepasst hat, erscheinen in den Graphiken mehrere farbige Linien. Er erklärt nebenbei, dass innerhalb von Hoogendoorn an einer neuen Version von Connected Screening gearbeitet wird. Diese eignet sich für doppelte Schirme. Die Entwicklung geht dahin, dass immer mehr Gartenbaubetriebe jetzt und zukünftig mit zwei Schirmen arbeiten. Van Baar: „Für eine optimale Nutzung von Connected Screening 2.0 ist eine Klima-Box mit RH-Messung über dem Schirm unerlässlich.“

Im Laufe des Gespräches kommt auch das merkwürdige Wetter der vergangenen Monate zur Sprache. Der zweite Januarsturm hat nicht so viele Schäden verursacht wie der erste. Was als viel problematischer empfunden wird, ist das wenige Licht. Die drei Züchter setzen an diesem Tag kein Kunstlicht in ihren Komplexen ein. Ruud Dukker: „In den vergangenen Wochen hatten wir 1400 bis 1600 Joules, wohingegen wir im vergangenen Jahr auf 2800 Joules kamen. Wir hatten sogar eine Woche mit 1000 Joules, das habe ich in den letzten 30 Jahren nicht mehr erlebt.“

15.00 Uhr
Jetzt muss Lars sich noch beeilen, um rechtzeitig zur anderen Seite des Nieuwe Waterweg in Monster zu gelangen. Van Baar ist angenehm überrascht, dass bei seinem letzten Termin an diesem Tag eine große Flagge von Syngenta hängt und Syngenta Trail Tomato Demohouse über dem Eingang steht. Nach dem Desinfizieren der Hände und Schuhe erläutert Van Baar das Ziel seines Besuches. Der Besitzer Bart Zwinkels hört aufmerksam zu, während aus einem runden Lautsprecher an der Decke einer kleinen Kantine ein fröhliches Lied erschallt. Wie auch die anderen beiden Züchter nutzt er das Software-Modul noch nicht, erkennt aber den Mehrwert als Beratungsinstrument an. In einem weißen Anzug laufen wir erst durch das Gewächshaus und setzen uns anschließend an die beiden iSii-Klappen. Zwinkels erzählt Van Baar, dass Syngenta hier Dutzende Sorten von Tomatenpflanzen stehen hat. „Syngenta würde gerne sehen, dass in der Praxis vielleicht eine neue Generation Tomaten gezüchtet wird.“ Mit weißen und roten Fäden mit Nummern werden die Tomatensorten auseinander gehalten. In diesem Demo-Gewächshaus werden die Tomaten gepflückt und daraufhin allen erdenklichen (Geschmacks-)Tests unterzogen. In einem kleinen Raum neben dem Gewächshaus stehen die Bildschirme und der Computer von Hoogendoorn. Während Van Baar die Einstellungen vornimmt, erzählt Zwinkels, dass alles in Abstimmung mit Syngenta abläuft.

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16.15 Uhr
Kurz nach 16.15 Uhr ist das Gespräch beendet. An diesem grauen und sonnenlosen Tag fällt die kommende Dunkelheit gar nicht auf. Die Fahrt nach Ursem dauert in der Hauptverkehrszeit noch eine gute Stunde. Am nächsten Tag stehen wieder mehrere Besuche auf dem Programm, sowie das Verarbeiten der heute geführten Gespräche.

 

 

 

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