Veröffentlicht 13.03.2017

Einen Tag unterwegs mit Hugo Plaisier

Berater sind für Svensson wichtige Gesichter. Anbauer, Installateure und moderne Saatgutzüchter möchten über die neuesten Trends im Bereich der Klimaschirme informiert werden. Hugo Plaisier fährt für seine Beratungsarbeit in die Nordostpolder-Region der Niederlande.

07.00/08.00 Uhr

Der Tag beginnt früh und wird erst spät enden. Die ersten Schneeflocken verursachen nachmittags Staus, aber dazu später mehr. Hugo nutzt den Morgen, um sich auf seine zwei Besuche von heute sowie auf ein Sales-Meeting, das morgen in Hellevoetsluis stattfindet, vorzubereiten.

10.30 Uhr

Die erste Fahrt des Tages ist von seinem Heim in Barendrecht, Niederlande, zum Paprikazüchter Noorland in Ijsselmuiden, einem Dorf gegenüber von Kampen. Die Ijssel trennt die zwei Orte. Das wird eine Fahrt von fast zwei Stunden. Die Brüder Ton und Jan Noorland haben Oostland 2006 verlassen, um sich ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen: ein Gewächshaus für die Paprikazucht von 7 Ha, mit der Option, zu expandieren.

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12.00 Uhr

Hugo isst im Routiers Restaurant Nunspeet an der A28 eine Suppe mit Brot und macht sich dann schnell wieder auf den Weg. Ziel des ersten Besuches ist, die Erfahrungen von Ton Noorland mit seinem vor kurzem installierten zweiten Schirm, dem New Luxous 1147 FR von Svensson, zu hören. Dabei handelt es sich um einen energieeffizienten Klimaschirm, der für den Anbau von Gemüsesorten mit einem hohen Transparenzgrad entwickelt wurde. Der Anbau von Paprika erfordert sehr viel Licht. Svensson hat vor kurzem den New Luxous Klimaschirm eingeführt und Noorland war einer der ersten, die diesen Schirm installierten.

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13.00 Uhr

Der Gebäudekomplex der Noorland-Brüder sieht phantastisch aus. In der Kantine serviert Ton Kaffee für sein Gespräch mit Hugo über den Schirm. Sein Bruder Jan arbeitet im Gewächshaus, wo er hunderte von Töpfen mit Paprikapflanzen (Frazier oder Enza Saatgut/Red.) auf Grodan Vital aufstellt und diese an schwarze Tropfschläuche anschließt. Wenn er damit fertig ist, beherbergt das Gewächshaus mehr als 130.000 Pflanzen. Aus jeder Pflanze wachsen zwei Stämme, die alle ihr eigenes Tau haben werden - gelb für den ersten und weiß für den zweiten - um das Aufwärtswachstum zu unterstützen. Die Ernte beginnt Mitte März.

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„Der Energieverbrauch führt zu hohen Kosten, d.h. also, dass effiziente Abschirmung Gas einspart“, erklärt Ton die Vorteile des zweiten Schirms. „Ein weiteres Argument, uns für den neuen Luxous zu entscheiden, war, dass ich nicht mehr mit Folien arbeiten wollte. Das Anbringen und Entfernen dieser Folien ist sehr arbeitsintensiv. Ich wollte die besten Schirme, die es gaben. Wir möchten eine Spitzenposition einnehmen. Ich weigere mich, in dieser Beziehung Zugeständnisse zu machen.“ Hugo ist sichtbar zufrieden. Diese beiden Schirme werden im Vergleich zur vorherigen Situation signifikante Energieeinsparungen erzielen. Ton und Hugo haben errechnet, dass 30 Kubikmeter pro Quadratmeter mühelos machbar seien, aber Ton hat von einem anderen Paprikazüchter gehört, dass es vielleicht doch eher etwas mehr als 27 Kubikmeter sind.

„Die Energieeinsparungen helfen uns, den Kilopreis zu absorbieren, der in den vergangenen Jahren im Durchschnitt gesunken ist. Der Vorteil dieses besonders hellen, transparenten Schirms ist, dass die Produktion pro Quadratmeter sich aufgrund des zusätzlichen Lichtes, welches das Gewächs erreicht, gesteigert hat. Ton nimmt Hugo zum Abschluss der Tour zur Seite. Noorland hat einige Fragen bezüglich des Auswechselns des ersten Schirms, der bereits seit 10 Jahren installiert ist und Verschleißspuren aufzuweisen beginnt. Er möchte diesen Schirm schnell auswechseln, um optimale Energieeinsparungen zu erzielen. Hugo verspricht, diese Angelegenheit zu verfolgen, möchte aber erst die Ergebnisse der ersten Gewächse unter dem neuen Luxous 1147 FR sehen.

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15.00 Uhr

Schon mal von Bant gehört? Das ist der Ort, an dem man in der Welt des Kartoffelzüchtens sein muss. Agrico betreibt sein Forschungs- und Entwicklungszentrum am Rande dieser Stadt im Nordostpolder, von riesigen landwirtschaftlichen Flächen umgeben. Das Zucht- und Forschungsunternehmen der Kooperative entwickelt hier neue Kartoffelvarietäten für den Weltmarkt (die Milva) und die Chips-Produktion (die Fontane). Ein Gewächshaus ist für diese Arbeit unerlässlich. Sjefke Allefs, Agrico Research Director, heißt Hugo in der Halle willkommen und nimmt ihn mit nach oben.

Hugo bringt einige Dokumente und einen größeren Katalog mit Proben mit. „Dies wird unser drittes Forschungs-Gewächshaus“, erklärt Allefs. „Das zweite Gewächshaus wird in einigen Wochen abgerissen. Das neue Gewächshaus wird doppelt so groß, und zwar 4000 Quadratmeter. In den verschiedenen Abteilungen imitieren wir das gesamte Gewächs, vom Klonen bis zur Aussaat. In Abteilung 4, der sogenannten „KorteDagkas“, arbeiten wir mit Kartoffeln, die in der Umgebung des Äquators angebaut werden.

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15.20 Uhr

Das Konstruktions-Meeting mit Allefs als Vorsitzendem beginnt. Der externe technische Berater Theo Herngreen sitzt neben ihm. Auch vier Forscher, die im neuen Gewächshaus arbeiten werden, sind anwesend. Die große Bauzeichnung des Gewächshaus-Designers und Bauherren Certhon liegt ausgebreitet vor Hugo auf dem Tisch und hängt auch an der Wand. Herngreen hat gemeinsam mit Certhon die verschiedenen Schirme in den Zeichnungen skizziert. Allefs bittet Hugo, für ihn zu beurteilen, ob die richtigen Entscheidungen getroffen wurden. Abgesehen davon, dass das Personal komfortabel arbeiten können muss, soll auch die Assimilationsbeleuchtung begrenzt werden.

Allefs: „Schirme dienen dazu, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen. Für unsere Mitarbeiter soll es kühl sein, die Pflanzen benötigen Licht und Luft und es muss Energie eingespart werden.“ Theo, Sjefke und Hugo besprechen alle Abteilungen des neuen Gewächshauses. Bei der Besprechung der möglichen Schirmauswahlmöglichkeiten wird eine riesige Referenzdatei zurate gezogen und die Forscher beteiligen sich an der Diskussion. Auf Anraten von Hugo werden einige kleine Schirmanpassungen durchgeführt, die aber die Konstruktion nicht beeinflussen. Sjefke Allefs behält den Zeitplan für den Bau genau im Auge.

Die Schirme werden Ende Juli im Gewächshaus installiert und das gesamte Gewächshaus muss Anfang 2018 betriebsbereit sein. Hugo schlussfolgert, dass die zukünftigen Nutzer nicht viel Erfahrung mit dem korrekten Einsatz der Schirme haben. Er bietet ihnen an, noch einmal zu kommen, um ihnen zu zeigen, wie sie die Schirme ordnungsgemäß nutzen sollen. Scherzhaft: „Ich stehe zur Verfügung und wir werden keine Rechnung schicken.“

16.30 Uhr

Es ist dunkel, als Hugo vom Parkplatz bei Agrico Research in Bant wegfährt. Die Rückfahrt nach Barendrecht beginnt, aber das Navi im Dashboard zeigt bereits erhebliche Staus an. Das Land kommt zum Stillstand, sobald es schneit. Mit Geschäftsführer Wouter de Jong spricht er kurz über die Wünsche einer der Installateure, die für Svensson arbeiten. „Ich werde überprüfen, ob wir alle Schirme für Agrico auf Lager haben“, teilt er Wouter mit. „Es ist schließlich ein atypischer Kunde.“ Über das Meeting ist er zufrieden, denn seine Anwesenheit bedeutete einen Mehrwert. Hugo ruft seine Frau an, um sie zu informieren, dass er das Abendessen um 19.00 Uhr aufgrund der Verkehrslage nicht schaffen wird. Um den Tag abzuschließen, bespricht er das Meeting mit Noorland mit dem Klimadatenspezialisten von Svensson und dem Produktmanager Paul Arkesteijn. Sein Gesicht wird von den roten Bremslichtern beleuchtet.

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