Veröffentlicht 12.05.2015

Besseres Klima in afrikanischen Gewächshäusern für mehr Output bei weniger Input

Gewächshausklimaoptimierung sollte in höheren Produktionsniveaus und besserer Qualität bei geringerer Verwendung von Pestiziden und Wasser resultieren. Das ist es, was Green Farming und einige Partner mit dem Projekt „Klimamanagement in ostafrikanischen Gewächshäusern“ vorführen. Svensson ist einer der stolzen Partner.

GreenFarming_Greenhouse-climate
Green Farming ist ein niederländisches Programm, das Gartenbaunetzwerke in den Niederlanden, Kenia und Äthiopien vereint. Green Farming organisiert zusammen mit lokalen Betrieben und Forschungsinstituten diverse Demonstrationsprojekte, um zu zeigen, welche Technologien, Produkte, Erkenntnisse und Dienste verfügbar sind und wie diese in örtlichen Situationen angewandt werden können. Svensson ist einer der Projektpartner und liefert Klimaschirme.

Im Sommer 2014 wurde bei zwei Rosenanbaubetrieben in Naivasha das Demonstrationsprojekt „Klimamanagement in ostafrikanischen Gewächshäusern“ in die Praxis umgesetzt: Maridadi Flowers und Kreative Roses (Kordes).

Projektziele
Zweck des Green Farming Demonstrationsprojekts für Gewächshausklimamanagement ist es, mit der Verwendung beweglicher Schirmsysteme günstigere Wachstumsbedingungen in Gewächshäusern zu realisieren. Gewächshausklimaoptimierung sollte in höheren Produktionsniveaus und besserer Qualität bei geringerer Verwendung von Pestiziden und Wasser resultieren. Green Farming möchte den ostafrikanischen Gartenbausektor davon überzeugen, dass die Technologie, obgleich ihre Erstinvestition etwas höher ist, langfristig am kostengünstigsten und umweltfreundlichsten ist, da der Input verringert und Output erhöht wird.

Erwartete Ergebnisse
Die bei dem Demonstrationsprojekt erwarteten Ergebnisse sind:
• 10 % Verringerung extremer Temperaturniveaus im Gewächshaus
• 10 % Verringerung extremer Feuchtigkeitsniveaus im Gewächshaus
• Verringerung von Wasserverbrauch (pro Stiel) und Pflanzenschutzmitteleinsatz
• Verringerung der Betriebskosten
• Erhöhung der jährlichen Produktionszahlen um bis zu 20 %
• Erhöhung der Produktqualität hinsichtlich des Gewichts pro Quadratmeter um bis zu 20 %
• Erhöhung des Nachhaltigkeitsniveaus des Produktionssystems

Hochgradige Lichtstreuung
Ludvig Svenssons Harmony 3015 O - ein weißer Klimaschirm mit offener Struktur für verbesserte Lichtstreuung und Schattierung - wurde für die spezifischen Bedingungen in Kenia ausgewählt. Der Schirmstoff besteht aus weißen, durchsichtigen und offenen Streifen. Die Balance dieser drei bestimmt die Menge reflektierter Strahlung, die sich bei den in diesen Projekten eingesetzten Schirmen auf 30 % beläuft. Sie bestimmt auch den Grad, in dem der Schirm die Strahlung streut. Die weißen Streifen reflektieren einen Teil der Strahlung und streuen den hindurchgehenden Teil. Die durchsichtigen Streifen lassen die gesamte Strahlung durch und streuen sie. Die offenen Streifen dienen der Belüftung. Die Trübung des in diesen Projekten eingesetzten Schirmmaterials ist 40 %, das heißt der Stoff streut 40 % der durchgelassenen Strahlung. Die gesamte Strahlung wird bei 70 % durchgelassen. Der Schirm ist horizontal als hängende Struktur installiert und gleitet über Polyester-Stützdrähte. Der Schirm ist mit einem Computer mit Klimamanagementsoftware verbunden. Mit dieser Software können automatisierte Einstellungen für die Schirmung in Kombination mit angepasster Bewässerung vorgenommen werden. Basierend auf Wetterdaten und Klimaaufzeichnungen innerhalb des Gewächshauses wird der Schirm (teilweise) geöffnet oder geschlossen, um das Gewächshausklima zu optimieren.

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